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Girokonto-Empfehlung

Girokonto-Vergleich

Das Girokonto

Heute ist das Girokonto nicht mehr aus den Geldgeschäften in der Bundesrepublik Deutschland wegzudenken. Über ein Girokonto laufen Löhne und Gehälter, es werden laufende Kosten zu- und abgebucht und gern wird der Dispositionskredit, den die Banken bei regelmäßigen Zahlungseingängen anbieten, von den Kontoinhabern genutzt. 

Davor sollte aber immer wieder gewarnt werden! Auch eine kurzfristige und kurzzeitige Nutzung des Dispositionskredites ist mit einer hohen Zinsbelastung für den Kunden verbunden. Der Bankkunde tut besser daran, sich über für einen für ihn zinsgünstigen Kredit zu informieren. Das kann er heute durchaus über das Internet, aber natürlich ist ein Beratungsgespräch für die meisten Bankkunden heute noch immer die bessere Alternative da es ja im Endeffekt um ihr Geld geht.

1996 wurde vom zentralen Kreditausschuss das „Jedermann-Konto“ als freie Selbstverpflichtung definiert. Der ZKA (heute: Die Deutsche Kreditwirtschaft) legte damals fest, dass es jedem Bürger ermöglicht werden soll seine Geldeingänge über ein Girokonto zu verwalten da Firmen, Betriebe, öffentliche Ämter wie das Arbeitsamt, die Kindergeldkasse, das Sozialamt und die Versorgungs- und Rentenstellen zur banktechnischen Überweisung der betreffenden Gelder übergingen und die Barauszahlungen an die betreffenden Empfänger mit Kosten verbunden waren. 

Ergo sollte die Einrichtung eines  Girokontos auch den Kunden ermöglicht werden, denen bisher wegen Pfändung oder negativer Schufa-Einträge die erneute Einrichtung eines Girokontos verweigert wurde. Diese Variante des Girokontos, also das Jedermann-Konto, basiert auf Guthabenbasis. Der Kontoinhaber ist also an die Kontodeckung gebunden, Überziehungen werden nicht eingeräumt.

Seit 2012 sollten alle Kunden, denen die Pfändung des Girokontos droht, ein P-Konto einrichten. Das bedeutet, dass generell nur bis zur vom Gesetzgeber festgelegten Pfändungsgrenze gepfändet werden darf, egal welche Geldeinnahmen auf dem Konto gebucht werden. Bis zur Einführung dieser Regelung galt, dass Arbeitslosengeld I, Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Renten, Kindergeld und auch Unterhaltszahlungen innerhalb eines kurzen Zeitraums vor der Pfändung sicher waren. Hatte der Kontoinhaber aber diesen Zeitraum verstreichen lassen so hatte der Gläubiger automatisch Zugriff auf das betreffende Konto und konnte die Pfändung durchsetzen.

Auch wenn die Kontoführung für jeden möglich ist haben die Banken bei bestimmten unzumutbaren Voraussetzungen die Möglichkeit, die Einrichtung eines Girokontos zu verneinen. Hat zum Beispiel ein Kunde die Leistungen des Kreditinstitutes missbraucht, insbesondere für gesetzwidrige Transaktionen, oder hat er falsche Angaben gemacht und sich so die Führung des Girokontos bei der Bank erschlichen oder hat er sich gegenüber Mitarbeitern oder anderen Bankkunden inakzeptabel Verhalten, ist es dem Geldinstitut durchaus gestattet, die Einrichtung eines Girokontos abzulehnen. Auch wenn ein solches Konto über den Zeitraum von einem Jahr ungenutzt und ohne Geldeingang geführt wurde, oder Gläubiger das Konto blockieren, die Sicherung der Entgelte für die Kontoführung in Frage gestellt ist oder sich der Kunde nicht an die Vereinbarungen mit dem Kreditinstitut hält kann ein Girokonto gekündigt oder nicht eingerichtet werden.

1994 wurde das Wort „Peanuts“ zum „Unwort“ des Jahres erklärt. In diesem Zusammenhang wurde von der Jury auch das Wort „Schalterhygiene“ gerügt. Schalterhygiene soll die Praxis vieler Banken beschreiben, die einigen Personengruppen die Einrichtung eines Girokontos massiv erschweren oder gern verweigern. Diese Taktik betrifft vor allem sozial Schwache und Mitglieder von Randgruppen. Diese Menschen werden durch das Nichtvorhandenseins eines Girokontos von einem wichtigen Bereich des Wirtschaftsverkehrs ausgeschlossen und das wiederum wird in den meisten Fällen eine Negativspirale auslösen. Wer bereits verschuldet ist gerät verstärkt in Probleme, denn er erfährt durch Bareinzahlungen auf fremde Konten eine hohe Belastung. Personen, die auf Höhe des Existensminimums wirtschaften müssen, haben also noch größere Probleme um ihre laufenden Kosten wie zum Beispiel Mieten und Energiekosten zu bezahlen. Außerdem ist für Arbeitgeber die Überweisung des Lohnes auf ein vom Arbeitnehmer geführtes Konto Normalität. Wer also kein Konto vorweisen kann wird es auf dem Arbeitsmarkt enorm schwer haben wenn er eine Anstellung sucht.

In den einzelnen Bundesländern besteht eine Rechtspflicht für die Einrichtung eines Girokontos für alle Bürger. In Sparkassenverordnungen und Sparkassengesetzen ist die Umsetzung dieser Rechtspflicht festgeschrieben.  
Der Binnenmarktkommissar Michel Barnier in der Europäischen Union hat am 15. März 2011 die Schaffung eines europäischen Grundrechts auf ein Basiskonto und striktere Regeln für den Verbraucherschutz bei Hypothekendarlehen angekündigt. 

Auch wenn seit einigen Jahren einzelne Gerichte die Einrichtung eines Girokontos für alle Bürger bejahten gab und gibt es doch noch immer Streitfälle. Bei Streitfällen kann und sollte vom potentiellen Kunden der Ombudsmann des jeweiligen Bankenverbandes angerufen werden. Dieser prüft, ob sich das betreffende Kreditunternehmen an die geltenden Richtlinien hält und spricht Empfehlungen für beide Seiten aus. Die Bank ist aber an diesen Schiedsspruch nicht gebunden und so kommt es im Endeffekt doch häufig zu Klagen. 

Die Führung eines Girokontos ist in der heutigen Zeit unerlässlich und sehr wichtig. Nicht nur, dass laufende Geldeinzahlungen übersichtlich und kontrolliert vom Kontoinhaber  überblickt werden können, auch das Abheben von Summen an Geldautomaten per Kreditkarte oder am Bankschalter gestaltet sich einfach in der Handhabung. Die unspektakuläre Kontoführung und einfache Bedienung sind große Vorteile des Girokontos.

Vom Leistungsumfang her unterscheiden sich die Anbieter von Girokonten kaum, allerdings gibt es doch nicht unerhebliche Unterschiede bei den Kosten. Girokonten, die online geführt werden sind kostenlos und haben somit den geringsten Kostenfaktor.

Da sich eine große Vielfalt von Anbietern auf dem Markt findet lohnt sich vor der Eröffnung eines solchen Girokontos unbedingt ein Vergleich. Dabei kann man die Möglichkeiten des Internet zu seinem Vorteil nutzen, das erspart viele Wege und  somit viel Zeit. Man kann herausfinden, welcher Anbieter dauerhaft eine kostenlose oder geringfügig zu bezahlende Kontoführung anbietet, ob eine kostenlose Kreditkarte bei Eröffnung des Kontos gewährt wird, wie hoch der Zinssatz bei Nutzung eines Dispositionskredites ist, was die Bargeldabhebung bei Fremdbanken kostet, wie hoch die jährlichen Gesamtkosten sind und so weiter.

Beim Vergleichen der Anbieter im Internet sollte aber darauf geachtet werden, dass ein unabhängiges Vergleichsportal genutzt wird. Das heißt, dass sich an Fakten gehalten wird ohne dabei auf Provisionen zu achten. Der Anbieter eines Girokontenvergleichs sollte also objektiv sein.

Im Allgemeinen gibt man seine Daten, also die monatlichen Zahlungseingänge und den durchschnittlichen Guthabenwert undMinuswert, ein. Sollte eine EC-karte benötigt werden kann auch das eingegeben werden. Die meisten Vergleichsportale bieten ein sehr benutzerfreundliches und schnelles Bedienungsfeld an.

Heutzutage ist ein Wechsel des Kreditinstitutes nicht schwierig. So kann auch das Girokonto problemlos von einer Bank zur anderen Bank gewechselt werden. Eine Übergangszeit von zwei Monaten ist von Vorteil um alle Lastschriften und Daueraufträge sicher zu bedienen. Wird das neue Konto via Internet eröffnet, wird man auf der Seite des entsprechenden Geldinstitutes Schritt für Schritt durch das auszufüllende Formular gelotst. Nachdem alle Angaben zur Person gemacht wurden und auch E-Mail-Adresse und die Telefonnummer angegeben sind muss das Postident- Verfahren eingehalten werden. Das heißt, man muss sich bei der Post ausweisen. Das ist den Banken für die Identitätsprüfung des Kunden vom Gesetzgeber zwingend vorgeschrieben, auch um Missbrauch entgegenzuwirken.

Alle Neuerungen werden anfangs kritisch beobachtet, so ist es auch mit den Online-Girokonten gewesen. Aber so wie das Internet immer mehr genutzt wird ist auch das Führen eines Girokontos online heute keine Seltenheit mehr – eher ist die Tendenz steigend. Online-Girokonten gehören heute zu den klassischen Angeboten in der Produktpalette einer jeden Bank .

Wer also ein Girokonto eröffnet hat erhält zuerst ein Begrüßungsschreiben der Bank seiner Wahl und erfährt hierbei seine neue Kontonummer und die dazugehörige Bankleitzahl. Diese Informationen sollten schnellstens an alle Stellen weitergegeben werden mit denen ein Lastschriftverfahren abgeschlossen wurde. Aber auch wenn Einzugsermächtigungen an einen entsprechenden Partner erteilt wurden sollte die Information weitergeleitet werden und nicht zuletzt müssen alle Quellen, von denen Geldeingänge auf das Girokonto fließen sollen, informiert werden. Alle für das Girokonto wichtigen und beantragten Unterlagen erhält man per Post, aber aus Sicherheitsgründen nach und nach und nicht auf einmal. Das bedeutet nun nicht ein wochenlanges Warten, aber einige Tage werden schon vergehen. Das hat aber einen einfachen Hintergrund: die Sicherheit der Daten. Auch beim Onlinebanking sorgt modernste Sicherheitstechnik vor unerlaubten Zugriffen. Die Sicherheitstechnik der Geldinstitute wird immer auf dem neuesten Stand gehalten.

Alle Banken sind umfassend bemüht, den Umgang mit dem Online-Girokonto so einfach und komfortabel wie möglich zu gestalten. Nur wenige Mausklicks sind nötig um den aktuellen Kontostand aufzurufen, Überweisungen zu veranlassen oder den Ausdruck seines Kontoauszuges zu tätigen. Selbst einem Laien erschließt sich die Bedienung seines Onlinekontos in nur wenigen Minuten. Diese Zeiteinsparung und auch das Wegfallen von Wegen zur Erledigung seiner Bankgeschäfte zeichnen ein Online-Girokonto aus.

Häufigste Fragen beim Girokonto

Die deutschen Kreditinstitute haben, nachdem über Jahre der Verbraucher mehr oder weniger Stiefmütterlich behandelt wurde, den Privatkunden wieder als verlässliche und stabile Einnahmequelle entdeckt. Und dem Verbraucher kann dieser Umstand nur Recht sein, denn die Banken sind beim Angebot für den Privatkunden sehr erfindungsreich und bieten die unterschiedlichsten Vorteile. Und genau vor diesem Hintergrund ist ein Girokonto Vergleich für jeden Verbraucher wichtig, denn am Ende kann er helfen einige hundert Euro zu sparen. Aber was sind die im Zusammenhang mit einer Kontoeröffnung am häufigsten gestellten Fragen?

Wie einfach ist eine Kontoeröffnung?

Die Eröffnung eines Girokontos ist heute kein besonders aufwändiges Unterfangen. Wer sich ein Konto direkt bei seiner Bank vor Ort eröffnen will, der benötigt hierzu nur seinen Personalausweis und erhält dann innerhalb weniger Minute die Zusage. Allerdings sollte der Kunde einer Schufa-Abfrage zustimmen. In diesem Zusammenhang wird geprüft, ob beim Interessenten in der Vergangenheit oder auch aktuell Zahlungsschwierigkeiten bei Krediten bestehen.

Wer sich dazu entschließt sein Konto bei einer Direktbank online zu eröffnen, der wird von seiner potentiell neuen Bank die Aufforderung erhalten, sich per Post-Identverfahren zu legitimieren. Dazu muss der Interessent ebenfalls mit einem gültigen Personalausweis in eine Postfiliale gehen, die dann der Bank bestätigt, dass der Antragssteller sich legitimiert hat. Eine Schufa-Abfrage findet aber auch bei einer Direktbank ebenfalls statt.

Kosten für das Girokonto

Bei einem Girokonto Vergleich sollte man sich unbedingt vorab über die Kosten eines Girokontos informieren. Die Mehrheit der Kreditinstitute bieten heute bei Girokonten eine kostenlose Kontoführung an, binden dieses Angebot aber häufig an bestimmte Voraussetzungen. In aller Regel ist das ein regelmäßiger Gehaltseingang, der von Bank zu Bank aber unterschiedlich sein kann. Wer unterhalb dieser Grenze liegt, sollte sich die Kosten also ganz genau anschauen, denn dann werden häufig eine monatliche Pauschale und Gebühren je Buchung fällig, die erheblich ins Gewicht fallen können

Was kostet mich ein Dispokredit?

Ein Girokonto räumt in der Regel auch einen Dispokredit ein. Wer aus der persönlichen Erfahrung heraus sein Konto häufig einmal überzogen hat, für den ist der Dispozins eine ganz wichtige Größe. Hier gibt es bei einer Reihe von Kreditinstituten erhebliche Unterschiede. Um hier nicht unliebsame Überraschungen zu erleben, sollte der Zins unbedingt vorab genau geprüft werden.

Wie schnell erhalte ich einen Dispokredit?

Die Mehrheit der Banken räumt einen Dispokredit erst nach einer kurzen „Beobachtungsphase“ ein. Diese dauert in der Regel drei Monate. Wer vorher einen Dispo benötigt, sollte das mit dem Kundenberater klären, denn bei Nachweis eines entsprechenden Gehalts kann von dieser Regel eine Ausnahme gemacht werden.

Welche Karten werden angeboten?

Die Mehrheit der Kreditinstitute bieten heute standardmäßig bereits eine girocard (früher auch ec Karte genannt) an. Auch hier sollte man kurz nach den Kosten fragen, denn nicht immer ist die Karte kostenlos. Darüber hinaus werden aber auch immer häufiger Kreditkarten direkt dem Kunden bei Eröffnung des Kontos angeboten. Hier sollte man sich die Kostenstruktur der Kreditkarten anschauen, also wird die Karte kostenlos angeboten, was zahle ich für eine Bargeldabhebung im In- oder Ausland und welche Zusatzleistungen, wie bspw. bestimmte Versicherungen werden angeboten. Bei der girocard sollte man sich ebenfalls erkundigen, bei welchen Instituten man darüber hinaus kostenlos Bargeld abheben kann. Diese Frage ist insbesondere bei Direktbanken sehr wichtig, da diese kein Filialnetz unterhalten und somit auch nur sehr wenige Geldautomaten betreiben.

Gutschrift bei Kontoeröffnung

Eine Reihe von Kreditinstituten locken den Kunden aktuell mit einer einmaligen Gutschrift auf das Konto. Diese sind in der Regel an bestimmte Bedingungen, wie ein regelmäßiger minimaler Geldeingang oder eine bestimmte Anzahl von Transaktionen innerhalb einer definierten Frist gebunden.

Tagesgeldkonten in Verbindung mit dem Girokonto

Aktuell bieten auch viele Banken im Zusammenhang mit einem Girokonto ein sehr interessantes Tagesgeldkonto an. Der Vorteil dieser Kombination liegt darin, dass der Kunde einen Teil seiner überschüssigen Liquidität auf dem Tagesgeldkonto zwischenparkt und dafür unter Umständen einen sehr interessanten Zins erhält.

Sicherheit beim online-Banking

Die Zeiten in denen man seine Kontoauszüge direkt bei der Bank eingeworfen hat, sind schon lange vorbei. Bankgeschäfte werden heute über das Internet abgewickelt. Hier sollte man sich über die Standards der Bank informieren. Hier werden eine Reihe von Verfahren angeboten, wobei das PIN / TAN-Verfahren das gebräuchlichste ist. Der Kunde legitimiert sich beim Login mit einer PIN und wird dann bei der Überweisungsausführung nach einer TAN aus der ihm zur Verfügung gestellten TAN-Liste gefragt. Eine Reihe von Banken bieten darüber hinaus auch eine per SMS gesendete TAN an.

Umzugsservice

Viele Kreditinstitute ermöglichen ihren Kunden den Kontowechsel indem sie die Meldung der neuen Bankverbindung an diejenigen mitteilen, denen der Kunde eine Einzugsermächtigung erteilt hat.

Autor: Martin Brosy

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