Sie befinden sich hier: boersenpoint.de > Börsenblog > Mega-Trend im privaten Börsenhandel: Social Trading

<< zurück
07.11.2013 10:41 Age: 4 yrs
Autor: Martin Brosy Category: Top Story

Mega-Trend im privaten Börsenhandel: Social Trading

Kommentieren

Reutlingen (www.boersenpoint.de): Der Community-Gedanke breitet sich auch im Börsenhandel aus: Dank Social Trading können erfolgreiche Hobby-Trader und semi-professionelle Händler eigene Anlageprodukte herausgeben. Sogenannte Follower, also Anhänger einer Strategie, können in diese Ideen investieren.

Social Trading reißt damit Barrieren ein. Selbst Anfänger können in unterschiedlichste Strategien Geld anlegen, die ihnen bis vor kurzem noch nicht zugänglich waren. Social Trading ist auch eine Reaktion auf eine wachsende Unzufriedenheit mit klassischen Anlageprodukten, insbesondere Fonds. Sie resultiert außerdem aus einem gewissen Vertrauensverlust in die herkömmliche Bankberatung.

Social Trading baut Hürden ab: Jedermann kann sein eigenes Depot bei einem Anbieter eröffnen, der mit einer Plattform für Social Trading kooperiert. Danach kann er vollautomatisch Strategien von Tradern nachbilden. Je nach Plattform ist es möglich, mit den Händlern zu kommunizieren und deren Trades transparent nachzuvollziehen, um sich ein Urteil zu bilden.

Kurzfristiger Handel mit großen Chancen und großen Risiken

Bis vor kurzem dominierte spekulativer, kurzfristiger Handel im Social Trading, insbesondere mit Währungen. Die bekanntesten Anbieter sind hier ZuluTrade und eToro. Dieser Handelstyp bietet große Chancen, ist aber mit Vorsicht zu genießen. Nicht, weil kurzfristiger Handel per se gefährlich ist, sondern weil Trader durch fehlendes oder unzureichendes Risikomanagement nach einer gewissen Zeit gewaltige Verluste produzieren können. Viele vermeintlich hochkarätige Trader mit vielen Followern waren und sind daher nur für eine begrenzte Dauer erfolgreich und stürzen dann ab. Kenner sind oftmals in der Lage, solche Risiken bereits im Vorhinein in den veröffentlichten Statistiken zu erkennen.
Für Anfänger lohnen sich insbesondere zwei Methoden, um die Risiken eines größeren Geldverlustes einzuschränken: Erstens eine Diversifikation in mindestens fünf Strategien, besser mehr, so dass ein größerer Verlust von einem oder zwei Tradern sich nicht zu heftig auswirkt. Zweitens sollte nur ein kleiner Teil des eigenen Ersparten in Social Trading investiert werden.

Nachhaltige Handelsstrategien im Kommen

Noch recht neu sind Plattformen, die Social Trading mit mittel- bis langfristigen Strategien anbieten. In erster Linie tut sich hier das Unternehmen wikifolio hervor, das mit maximaler Transparenz wirbt und für Anleger mit geringerer Risikotoleranz eine Alternative sein kann. Auf dieser Plattform gibt es auch Trader, die gar keine gehebelten Produkte handeln, sondern nur Aktien und ETFs.

Fazit: Social Trading eröffnet Privatanlegern neue, flexiblere Investitionsinstrumente mit Chancen für überdurchschnittliche Gewinne. Gleichzeitig sollten sich Anleger bewusst sein, dass damit höhere Risiken verbunden sein können. Es ist wichtig, sich zu informieren, Handelsstrategien zu verstehen, Statistiken von Tradern zu lesen und sein Geld zu streuen.

Autor: CN

IN EIGENER SACHE: Das neue Börsenmagazin DAS WACHSTUM erscheint bald. Hier können Sie sich kostenlos anmelden.

Über den Autor (*)

Martin Brosy

Martin Brosy
Boersenpoint

Martin Brosy betreibt die Börsenplattform und das Börsenspiel www.boersenpoint.de . Mit dem Beginn seines BWL-Studiums 2009 fing Herr Brosy damit an Aktien und Devisen erfolgreich zu traden.
Als Chefredakteur von Boersenpoint veröffentlicht er täglich seine Gedanken zu interessanten Aktien und komplexen Volkswirtschaftlichen Zusammenhängen.

Loading Data ...

<< zurück
comments powered by Disqus

L&S-DAX

DAX 13.111,00 0,00%
Eröffnungskurs: 09:00 Uhr
Schlusskurs: 20:00 Uhr
Aktualisierungsintervall: Alle 15 Minuten.