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19.11.2013 00:25 Alter: 3 yrs
Autor: Martin Brosy

Im Gespräch mit Jannis Raftopoulos von der JRC Capital

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Reutlingen (www.boersenpoint.de):Bei der JRC Capital Management Consultancy & Research GmbH in Berlin beschäftigt man sich seit fast 20 Jahren dem Devisenmarkt. Ging es vor zwei Jahrzehnten noch um das Ausnutzen von kleinen Wertschwankungen um Gewinne zu erzielen, so sind seit der Finanzkrise gerade die besseren Zinsen bei Fremdwährungen attraktiv. Mittlerweile taugt die Forex sogar als Tagesgeldalternative

Tages- und Festgeld sind nicht risikofrei

Jannis Raftopoulos von der JRC Capital: "Seit in Zypern Sparer praktisch enteignet wurden, sind Fest- und Tagesgeldkonten nicht mehr als uneingeschränkt sicher anzusehen! Ein Kontoguthaben ist in Europa zu einem realen Risiko geworden. Dieses Risiko wird aber nicht mehr adäquat mit Zinsen bezahlt. Bei der JRC Capital sagen wir unseren Kunden stets, dass Risiken unvermeidbar sind, sie aber für das unvermeidbare Risiko wenigstens die maximal mögliche Verzinsung fordern sollten."

Für Sparkonten sind die Zinsen in Europa zu niedrig

Die Bundesbank führt monatliche Zinsstatistiken. Was dort zu finden ist, erschreckt Jannis Raftopoulos Monat für Monat. Obwohl sich die Zinsen für dreimonatiges Festgeld seit 2008 geviertelt haben, stieg das Anlagevolumen um rund 25% oder 100 Milliarden Euro auf ein Zehnjahreshoch. JRC Capital Berlin: "Die Deutschen lassen sich mit Zinskrümeln abspeisen. Mehr als eine halbe Billion Euro wird nur noch mit 0,85% pro Jahr verzinst. Bei Tagesgeld sank der durchschnittliche Zinssatz gar auf 0,41%, trotzdem legen die privaten Haushalte derzeit 900 Milliarden Euro zu diesem Zinssatz an."

Mit diesen Zinssätzen sind trotz der extrem niedrigen Inflation nur Kaufkraftverluste zu erzielen.

Zins-Zertifikate bieten wesentlich höhere Zinsen

Doch die JRC Capital kennt auch einen Ausweg, den sie Kunden ohne Vermögensverwaltungsmandat gerne aufzeigt. Eine Alternative stellen Zins-Zertifikate dar, mit denen Anleger sich die höheren Zinssätze in anderen Währungsräumen sichern können. So wird ein Zins-Zertifikat für den russischen Rubel derzeit mit 4% verzinst. Bei der indischen Rupie sind es 8,1%. Auch weniger exotische Währungen wie der australische oder kanadische Dollar bringen mit 2,6% bzw. 0,9% mehr Zinsen ein als der Euro.

Das Wechselkursrisiko muss beachtet werden

"Natürlich handelt man sich mit Zins-Zertifikaten auch ein Wechselkursrisiko ein. Risiken gibt es immer. Die Frage ist, welche Risiken am Ende stärker wiegen. Das Risiko einer negativen Wechselkursänderung oder das hundertprozentig sicher eintretende Risiko eines Kaufkraftverzehrs bei einem Euro-Tagesgeldkonto.", so Jannis Raftopoulos von JRC Capital.

Jannis Raftopoulos sieht in Zins-Zertifikaten eine gute Depotbeimischung zur Optimierung der Rendite. Das Risiko kann langfristig reduziert werden, wenn in tendenziell unterbewertete Währungen wie den Rubel oder den Yuan investiert wird und nur kleine Teile des Vermögens in der Fremdwährung angelegt werden.

Jannis Raftopoulos: "Der große Vorteil bei Zins-Zertifikaten ist die leichte Handelbarkeit. Sie können wie eine Aktie bei einem deutschen Broker gekauft werden. Der Kaufvorgang dauert nicht länger als der Transfer von Geld auf das Tagesgeldkonto."

Autor CD

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Über den Autor (*)

Martin Brosy

Martin Brosy
Boersenpoint

Martin Brosy betreibt die Börsenplattform und das Börsenspiel www.boersenpoint.de . Mit dem Beginn seines BWL-Studiums 2009 fing Herr Brosy damit an Aktien und Devisen erfolgreich zu traden.
Als Chefredakteur von Boersenpoint veröffentlicht er täglich seine Gedanken zu interessanten Aktien und komplexen Volkswirtschaftlichen Zusammenhängen.

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