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21.12.2012 11:45 Alter: 152 days
Autor: Martin Brosy Kategorie: Top Story
Diese Aktie müssen Sie haben: Deutsche Post
Manche mögen Aktien wie die Deutsche Post als langweilig und konservativ einstufen, aber der Wert gehört zu den absolut besten performern in 2012. Von 11,44 Euro im Januar ging es auf 16,75 Euro im Dezember rauf. Wenn es also langweilig ist mit einer Aktie über 46 Prozent Rendite zu erzielen, dann bin ich wohl langweilig. Die alles entscheidende Frage ist aber jetzt, wird die Rally im nächsten Jahr fortgesetzt? In diesem Artikel erkläre ich Ihnen, warum ich mich für die Aktie der Deutschen Post ausspreche.
Als die E-Mail immer beliebter wurde, haben viele Experte hohe Umsatzrückgänge bei der Post prognostiziert. Der Brief hatte in den Augen vieler Kritiker ausgesorgt. Die Dot-Com-Blase half dem Internet aus dem Nischendasein hervorzutreten und es für die breite Masse verfügbar zu machen. Was nach dem Platzen der Blase blieb, waren Unternehmen wie Amazon, Ebay…. Die Konsumenten verlagerten ihre Käufe ins Internet und so kann es sein, dass der international aufgestellte Schuhanbieter Zalando mehr als 500 Millionen Euro Umsatz im Jahr macht. Diese ganzen Schuhe müssen natürlich ausgeliefert werden. Ähnlich ist es bei Amazon und EBay. Mit dem Aufkeimen des Internets hat der Pakethandel also deutlich zugenommen. Und das Wachstum ist laut dem statistischen Bundesamt noch nicht zu Ende. 2013 sollen im Postwesen 34,90 Milliarden Euro umgesetzt werden. 2015 sollen es dann bereits 36,3 Milliarden Euro sein. Ich persönlich gehe davon aus, dass es sich hierbei um eine sehr konservative Schätzung handelt. Besonders beliebt ist der Express-Versand, dieser soll bis 2016 um jährlich 6,9 Prozent zulegen. Andere Schätzungen meinen, dass das Paketgeschäft jährlich um 5-7 Prozent bis 2020 zulegen wird. Die Deutsche Post ist aber nicht nur in Deutschland hervorragende aufgestellt, sondern auch in den Schwellenländern baut der Konzern seine Marktführerschaft aus. In China beispielsweise besitzt die DHL einen Marktanteil von 32 Prozent und ist somit Marktführer. Das Postgeschäft ist im September 2012 gegenüber dem Vorjahresmonat von 13,46 Milliarden Yuan auf 17,84 Milliarden Yuan angestiegen. Das entspricht einer Steigerung von mehr als 32 Prozent binnen einen Jahres. Es ist also kein Wunder, dass der Konzern seine Gewinnprognosen nach oben anpasst, während die Konkurrenz etwas zu kämpfen hat.
Fundamental ist die Aktie mit einem 2012er KGV von 12,7 und einem 2013er KGV von 11,3 relativ günstig bewertet. Als Anleger darf man eines nicht vergessen, die Dividendenrendite von über vier Prozent im Jahr. Ein Aspekt der ebenfalls für ein Investment spricht.
Die Post ist aber nicht nur im Paketgeschäft tätig. Dank der Liberalisierung des Busgeschäfts, prüft die Post gemeinsam mit dem ADAC ein Innerdeutsches Busnetz aufzubauen. Der Einstieg könnte bereits 2014 gelingen. Das Geschäft mit den Fernbüsen könnte sich lohnen, denn die Post hat viel Erfahrung mit der Beförderung von „Dingen“ und der ADAC kennt sich hervorragend mit Autos aus.
Im Aktienchart sieht man sehr gut, dass der Kurs den Ausbruch über die obere Trendlinie probiert hat und sollte das nachhaltig gelingen, gibt es aus charttechnischer Sicht auch keine großen Einwände. Ich bleibe gegenüber der Deutschen Post positiv gestimmt und schätze, dass 2013 ein gutes Jahr für die Aktionäre wird.
Über den Autor (*)
Martin Brosy
Boersenpoint
Als Chefredakteur von Boersenpoint veröffentlicht er täglich seine Gedanken zu interessanten Aktien und komplexen Volkswirtschaftlichen Zusammenhängen.
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