Sie befinden sich hier: boersenpoint.de > Börsenblog > Commerzbank: Höhere Kurse: Ja! Aber wann?
17.12.2012 12:13 Alter: 156 days
Autor: Martin Brosy Kategorie: Top Story
Commerzbank: Höhere Kurse: Ja! Aber wann?
Im November wurde der „steile“ Aufwärtstrend gebrochen und durch einen flacheren ersetzt. Die damalige Aufwärtstrendlinie bildet nun gemeinsam mit dem aktuellen Aufwärtsimpuls eine Keilformation. Wenn der Kurs an die Marke von 1,45 Euro heranläuft und sogar bricht, könnte dies ein starkes Kaufsignal auslösen, denn dort befindet sich die 200-Tage-Linie. Der Kurs notiert außerdem innerhalb des oberen Bollinger-Bands, was positiv zu werten ist. Der MACD befindet sich ebenfalls in einem Aufwärtstrend. Wie soll ich mich als Anleger nun positionieren? Die Antwort ist relativ einfach, ich würde auf einen Breakout warten. Gelingt der Ausbruch nach oben und oberhalb des 200-Tage-GD könnte man sich long positionieren. Wird der Aufwärtstrend verlassen und der rot eingezeichnete GD 20 durchbrochen, stellt das ein Short-Signal dar. Was ich als Trader nicht tun würde ist, dass ich innerhalb des Keils mich um Kopf und Kragen trade. Wenn Sie also schon die Commerzbank-Aktie traden wollen, dann sollten Sie auf ein aussagekräftiges Signal warten.
Die Analysten-Häuser sind sich mittlerweile auch einig: Die Aktie ist überbewertet. Obwohl sie natürlich fundamental unterbewertet ist (KBV bei 0,3). Die Risiken, welche bei der Bank in den Büchern stehen, dürften aber ein vorzeitiges Kursfeuerwerk verhindern. Angesichts der letzten Äußerungen von ESM-Chef Regling ist das nur schwer zu glauben, denn er sieht die Schuldenkrise in der Euro-Zone in zwei Jahren für überstanden. Mit Blick auf diesen Zeithorizont, kann ich mir bei der Commerzbank allerdings auch höhere Kurse vorstellen.

Über den Autor (*)
Martin Brosy
Boersenpoint
Als Chefredakteur von Boersenpoint veröffentlicht er täglich seine Gedanken zu interessanten Aktien und komplexen Volkswirtschaftlichen Zusammenhängen.
<< zurück

