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Sind Sie Fit für Fonds?

Ich habe heute ein ganz nettes Quiz zum Thema Fonds beim Handelsblatt gefunden, also einfach mal Testen was man weiß. Ich hatte leider nicht ganz die volle Punktzahl erreicht:)

In Anlehnung an Wöhe/Döring, Einführung in die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre möchte ich in diesem Artikel außerdem auf die Vorteile und Risiken von verschiedenen Fondtypen eingehen.  Im Allgemeinen gibt es drei unterschiedliche Fondtypen, die Investmentfonds, die Privat Equity Fonds und die Kapitalfonds, auch bekannt als Hedge-Fonds.

Fonds

Investmentfonds

Investmentfonds unterliegen der Börsenaufsichtsbehörde, da sie im Inland von Investmentgesellschaften verwaltet werden. Dieser Typ von Fonds erzielt vergleichsweise niedrige Renditen bei geringem Risiko, weil die Investmentgesellschaft hauptsächlich in börsennotierte Unternehmen aus den bekannten Indizes investiert. Der Anleger kann reltaiv geringe Fondanteile durch eine einmal Zahlung erwerben, einem Sparplan oder einer Kombination aus beidem.

Private Equity Fonds

Dieser Typ von Fond beteiligt sich häufig an nicht börsennotierten Unternehmen, insbesondere Klein- und Mittelständische Unternehmen. Der Fond erwirbt Anteile an einem Unternehmen und veräußert diese in der Regel nach 3-7 Jahren wieder. Der Privat Equity Fond verzichtet auf Dividenden oder ähnliches und will einfach nur den Veräußerungsgewinn. Der Vorteil war bis zum 1.1.2009, dass kurzfristige Veräußerungsgewinne nicht der Besteuerung unterlagen.

Kapitalfonds oder Hedge Fonds

Die Hedge Fonds sind wohl die umstrittensten Fonds auf dem Kapitalmarkt. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie im großen Maße Fremdkapital aufnehmen um Firmenübernahmen zu stemmen. Sie dringen dabei bewusst in wachstumsreiche Branchen ein und kaufen eine Vielzahl von dort beheimateten Unternehmen. Dabei nehmen die Hedge Fond Verwalter die Insolvenz einzelner Unternehmen in Kauf und hoffen das unter den gekauften Firmen auch so genannte High- Performer sind. Bei diesen Riskanten Geschäften gehen die Kapitalfonds meist wie folgt vor:

  1. Management auswechseln, bzw. bereitstellen von „Intelligenten Eigenkapital“
  2. Barwerte an den Fond ausschütten und der Fond tilgt dann damit Verbindlichkeiten (um die Zinslast zu verringern)
  3. Das Unternehmen wird nach außen hin schick gemacht, sprich es wird versucht im Unternehmen eine enorme Wertsteigerung zu generieren.
  4. Zerschlagung des Unternehmens, portionieren und Verkaufen.

Praxisbeispiel Grohe

GROHE

Der sauerländische  Amaturenhersteller Grohe wurde innerhalb von 5 Jahren zweimal an Finanzinvestoren verkauft. Bei der Übernahme durch einen Hedge Fond hat dieser die Barmittel des Unternehmens ausschütten lassen und damit einen erheblichen Teil seines Kaufpreises wieder zurück bekommen. Das Unternehmen musste über 500 Arbeitsplätze streichen und ein Werk schließen.

Quellen

http://grohe.de/lib/3/medialibrary/3_Standorte/Duesseldorf/GROHE%20Corporate%20Center.jpg

http://www.spiegel.de/media/0,4906,14115,00.pdf

http://www.united-mutations.org/?p=2623

http://de.wikipedia.org/wiki/Grohe

http://suboptimales.wordpress.com/2008/03/13/hedge-fonds-alias-heuschrecken/

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