Mister DAX im Interview
In der aktuellen Ausgabe des Aktionärs ist ein recht interessantes Interview mit Dirk Müller, alias Mister DAX enthalten. Ich möchte hier einmal das Interview zusammenfassen und kommentieren. Also Dirk Müller ist schon ein Phänomen, denn er Vermarktet sich wirklich auf höchstem Niveau. Dirk Müller ist Börsenmakler, und sein Arbeitsplatz lag Jahre lang unter dem DAX- Chart an der Frankfurter Börse. Und das war wohl auch sein großes Glück, denn als die Fotografen den DAX- Chart ablichten wollten, wollten sie auch ein Gesicht dazu- Dirk Müller. Den Rest könnt Ihr euch sicherlich denken, die Medien nannten Ihn „Mister DAX“. Diese Aufmerksamkeit hat Dirk Müller clever genutzt und sich als „Mister DAX“ vermarktet. Oder wie er sich selbst auf seiner Website nennt „Der Anwalt der Anleger“, naja also davon halte ich eigentlich nicht viel. Ich meine mal im Ernst, er hat ja nicht durch sensationelles Tipps oder Prognosen überzeugt sondern war nur zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Mittlerweile hat er auch ein Buch geschrieben „Crashkurs“ und betreibt auch sonst noch ein paar kleinere Projekte.
Jetzt möchte ich euch das Interview kurz zusammenfassen. Auf die Frage ob die Krise schon vorbei sei antwortete Herr Müller mit NEIN. Dem schließe ich mich auch voll und ganz an. Er meint, dass wir die Probleme nicht gelöst haben, bzw. ein Problem mit einem anderen gelöst hätten. Wir haben das Verschuldungsproblem mit neuen Schulden gelöst, das ist natürlich nur eine kurzfristige Lösung und keine nachhaltige Maßnahme. Herr Müller stimmt der gängigen Meinung zu, dass die Banken mehr Eigenkapital brauchen, weist aber auch auf die in diesem Zusammenhang zukünftig auftretenden Liquiditätsprobleme hin. Auf Obamas Pläne zur Regulierung der Bankenbranche antwortet der Anwalt der Anleger mit Skepsis. Er verweist auf die Berater Obamas, denn diese seien seiner Ansicht nach tief mit der Wallstreet verwoben. Für den Wahlkampf zum Präsidenten war Goldman Sachs Obamas größter Einzelspender.
Die nächsten Fragen fokussieren sich auf die „Emerging Markets“, China, Brasilien, Indien… Er sieht China bald als Wirtschaftsmacht Nummer EINS. Das finde ich eigentlich auch nichts neues, also das hört man eigentlich öfter. Er fügt hinzu, wenn die Nachfrage der chinesischen Bevölkerung die eignen Fabriken auslastet, dann könnte China sogar unabhängig vom Export werden. Dirk Müller hält Russland als Anlageobjekt für Spekulanten, findet aber Indonesien höchst interessant. Er hat aber nicht nur interessante Länder im Interview erwähnt, sondern auch Branchen. Die Solarbranche hält er für höchst riskant, aber auch in Versicherer und Banken sollten die Leute nicht investieren. Mhm, naja, also wer regelmäßig die Nachrichten verfolgt wäre zum selben Entschluss gekommen. Er hält Käufe in die „Strom-Branche“ für ein solides Investment, weil Strom immer gebraucht wird. Der letzte Teil befasst sich mit Rohstoffen, Gold hält er für sehr aussichtsreich. Gerade wo soviele Staaten vor dem Bankrott stehen ist Gold eine gute „Versicherung“.
Also das Interview fand ich in dem Sinne interessant, weil die Antworten nichts Besonderes waren. Mister DAX hat die gängige Meinung zu den Fragen wieder gegeben. Ich glaube ich hätte nach ein Jahr Nachrichten schauen die gleichen Antworten geben können. Zum Schluss habe ich euch hier noch ein Video mit Hern Müller hochgeladen. Anfang der Dreharbeiten war Februar 2008 und dafür waren die Kommentare vom Herrn Müller schon sehr gut:
