Markttechnik heute: DAX
Okay, um ehrlich zu sein, ist der Bericht nicht von heute sondern von gestern. Ich weiß, dass nichts so alt ist wie die Kurse von gestern, aber ich habe es leider nicht geschafft, den Post zu veröffentlichen.
Also im Dax gab es gestern eine Bewegung, die Trendtradern gewissermaßen die Schweißperlen auf die Stirn treiben.
Gegen 10:10h wurde das bisherige Tagestief gebrochen und somit ein möglicher Aufwärtstrend gebrochen. Jetzt kann man sich auf die Lauer legen und durch Korrektur short einsteigen. Dies wäre zum Beispiel um 10:58h bei 5.710 Punkten der Fall gewesn. Der Stop-Loss gesetzt auf das vorrausgegangene Hoch bei 5.715 Punkten und der Take-Profit auf 5.700 Punkten. Das ergibt ein Chance-/Risikoverhältnis von 2:1. Das Profitziel wurde um 11:08h erreicht – der Trade wäre also aufgegangen.
Betrachtet man jetzt den weiteren Kursverlauf von gestern, erscheinen die zehn Punkte Profit eher marginal im Vergleich zu dem, was man hätte verdienen können. Angenommen man bleibt bei der Taktik am Take-Profit nur die Hälfte der Position zu schließen, dann wäre man immer noch dabei gewesen, wenn es gestern weiter abwärts ging. Jetzt kommt das Problem, was Trendtrader bei einer solchen Kursbewegung haben. Sie brauchen nämlich unbedingt einen Hochpunkt, also eine kleine Korrektur und dann die weitere Bewegung in Trendrichtung, um den Stop auf eben diesen letzten lokalen Hochpunkt nachzuziehen. Handelt man strikt nach Plan, dann hätte man gestern ca. 60 Punkte riskieren müssen, weil sich im ersten Rutsch kein neuer Hochpunkt gebildet hat.
