Das erschüttert die Automobilbranche
Da haben sich die internationalen Regierungen so viel Mühe gegeben, um der, in die Krise geratenen, Automobilbranche unter die Arme zu greifen. Milliarden Euro und US-Dollar wurden bezüglich der so genannten Abwrackprämie verwendet, um den Absatz der Autos zu erhöhen. Des Weiteren wurde von vielen Herstellern die Kurzarbeit eingeführt. Und als wenn es der Automobilbranche nicht schlecht genug gehen würde, kommt jetzt ein weiterer Kracher. Nicht nur dass Toyota weltweit ungefähr 5 Millionen Autos auf Grund klemmender Gaspedale zurück ruft, meldeten sich die Hersteller Citroen und Peugeot mit einer ähnlichen Rücknahmeaktion. Auch hier soll es sich um ein klemmendes Gaspedal handeln. Vorsorglich sollen die Gaspedale der Fahrzeuge ausgetauscht werden.
Erst letzte Woche habe ich über die angestrebte Klage amerikanischer Großinvestoren und Hedgefonds gegen Porsche wegen angeblicher Kursmanipulation bezüglich der VW-Übernahme berichtet.
Diese Woche erschüttert eine weitere Hiobsbotschaft die Automobilbranche. Nach Informationen der „WirtschaftsWoche“ droht nun dem Automobilhersteller BMW eine milliardenschwere Schadensersatzklage. Der US-Zulieferer GM Powertrain belieferte den deutschen Automobilkonzern BMW mit Vier- und Fünfganggetrieben. Die Lieferbeziehung dauerte zirka 20 Jahre. Für die Entwicklung und den Bau eines neuen Sechs-Gang-Automatikgetriebes wurden für die gesamte Vertragslaufzeit 19 Millionen Euro Entwicklungskosten und ein Vertragswert von über einer Milliarde Euro festgelegt. Der amerikanische Autobauer General Motors musste jedoch Insolvenz anmelden, die Firma Powertrain wurde ausgelagert und in Motors Liquidation Company unbenannt. Im Dezember 2009 kündigte BMW den bestehenden Vertrag unter der Angabe, die Getriebe wären nicht wettbewerbsfähig. Falls es zu keiner Einigung kommen wird, werden Schadensersatzklagen sehr wahrscheinlich.
Bleibt nur noch abzuwarten, in wie weit sich General Motors aus dem Tief erholt. Letztendlich geht es darum, wieder den Kurs zurück an die internationalen Aktienmärkte zu finden, den Absatz zu fördern und die bisher geleisteten Staathilfen zurückzuzahlen.
Auf Grund der allgemeinen schlechten Wirtschaftslage werden sicherlich die meisten Verbraucher von einem Autokauf derzeitig absehen. Auch scheinen die Banken mit ihrer Kreditvergabe nicht gerade sehr Spendierfreudig zu sein. Sobald sich die Lage jedoch erholen wird, geht es auch der Automobilbranche wieder besser. Neue Innovationen im Bereich der Entwicklung ökologischer Modelle sind bereits vorhanden.
