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Atommeiler länger am Netz

Die Bundesregierung hat sich auf eine Art Kompromiss geeinigt. Die deutschen Atommailer dürfen länger am Netz bleiben, doch dafür müssen die großen Energiekonzerne eine Brennelementesteuer zahlen und einen gewissen Beitrag zu den erneuerbaren Energien leisten. Die Opposition und auch die Umweltorganisationen laufen Sturm und haben bereits rechtliche Schritte und Widerstände angekündigt.

Was dem einen Leid, ist dem anderen Freud. Zumindest gilt es darum, wenn es um die Aktien der großen Energiekonzerne betrifft. Vor ein paar Wochen sah das Ganze noch ein wenig anders aus. Doch jetzt sind die Aktien der Versorger anscheinend wieder hoch im Kurs. Und das nicht nur in Deutschland. Meistens liegt es daran, dass die Energiekonzerne mit einer stabilen Entwicklung in ihrem Geschäftsbereich aufwarten können. Hinzu kommen selbstverständlich die Dividenden.

Während man in den letzten Monaten eher einen Kursrückgang beobachten musste, könnte es jetzt wieder nach oben gehen. Denn schließlich wird es den Energiekonzernen jetzt wieder einmal leicht gemacht, die Kosten der Brennelementesteuer auf ihre Kunden abzuwälzen, was auch mehr Einnahmen verspricht. Die Brennelementesteuer soll im Jahr insgesamt 2,3 Milliarden Euro in die Staatskasse bringen. Die Brennelementesteuer soll allerdings auf sechs Jahre befristet sein. Da kann man sich nur an den Solidaritätszuschlag erinnern, der sollte ja anfangs auch nur auf wenige Jahre befristet sein. Eine Preiserhöhung wird sicherlich kommen. Obwohl es sicherlich nicht den Endverbraucher erfreuen wird. Man könnte es also als zweischneidiges Schwert betrachten. Einige der ausländischen Energieversorger hatten bereits eine Erhöhung der Strompreise angekündigt.

Die Verlängerung der Laufzeiten für Atommeiler ist für die Konzerne ein großer Gewinn. Man könnte fast der Meinung sein, dass die großen Versorger RWE und Eon am meisten davon profitieren. Wer allerdings noch so im Rennen ist, sollte sich jeder Anleger genauer betrachten. Meist ist nicht alles Gold was glänzt. Und die Renditen der Energiekonzerne sind gerade hier in Deutschland sehr stark von der Politik abhängig oder vielleicht auch umgekehrt. Das kommt darauf an, wie man es beurteilt. Also heißt es nun in den Markt der Energiekonzerne zu investieren? Es lohnt sich immer etwas derartiges im Portfolio zu haben.

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