Apple ist over the top
Nicht nur die Apple Jünger, sondern auch die meisten Marktteilnehmer haben den gestrigen Abend mit Hochspannung erwartet. Nachdem bereits die Goldman Sachs Gruppe die Finanzbranche mit einem Rekordverlust geschockt hatte und der Markt vorbörslich absackte, konnten sich die amerikanischen Börsenplätze in der Hoffnung auf gute Quartalszahlen von Apple wieder beruhigen.
Nach Börsenschluss war es schließlich soweit. Obwohl man in den letzten Tagen und Wochen immer wieder schlechte Nachrichten über das Apple iPhone 4 in den Medien vernehmen konnte, bleibt der Konzern rund um Steve Jobs gelassen.
Immer wieder knackt das Unternehmen die vorher aufgestellten Rekordmarken. Wieder einmal konnte Steve Jobs einen Umsatzanstieg von insgesamt 61 Prozent verkünden, was im Klartext bedeutet, dass sich der Umsatz auf 15,7 Milliarden US Dollar beläuft. Somit konnte sich der Nettogewinn auf 3,25 Milliarden US Dollar beziffern, was schließlich einem EPS von 3,51 US Dollar pro Aktie entspricht.
Den größten Anteil an den Quartalzahlen schienen die Apple Mac-Computer zu haben, die 3,47 Millionen mal über den Ladentisch gingen, gefolgt vom Apple iPad, welches einen Umsatz von 2,1 Milliarden US Dollar erwirtschaftete.
Bedingt durch das erfolgreiche Geschäft der iPhones gingen die Absatzzahlen um den iPod nach unten. Dies scheint aber nicht weiter verwunderlich, denn wenn man Smartphone und iPod in einem haben kann, kauft man sich lieber ein Gerät, als mit zwei herumzulaufen.
Für das neue iPhone hat die Firma Apple bereits eine Lösung am Start. Apple wird an seine Kunden dementsprechende Schutzhüllen versenden. Kostenlos für die Kunden, Kostenpunkt für Apple: 175 Millionen US Dollar.
Ob sich dieses herausragende Ergebnis noch einmal im dritten Quartal verbessern wird, bleibt fraglich. Obwohl die Analysten sich schon wieder überschlagen und von einem EPS von 3,82 US Dollar ausgehen. Aktionäre schauen in die Röhre, da es sich Apple nicht zur Aufgabe gemacht hat, dementsprechende Dividenden auszuzahlen. Diese Summen setzt man lieber im eigenen Unternehmen ein, anstatt sie an Aktionäre auszuschütten. Bislang immerhin mit großem Erfolg.
