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Firmenbeschreibung TELEFONICA SA

Neben der Santander Bank ist der spanische Telekommunikationsanbieter Telefónica S.A. gemessen an der Marktkapitalisierung das zweitgrößte spanische Unternehmen. Der Konzern mit Hauptsitz in Madrid verfügt über ein weltweites Netzwerk an Tochtergesellschaften. Das Unternehmen ist hauptsächlich in Ländern vertreten, welche der spanischen Sprache zugewandt sind. In Europa ist der Konzern unter der Marke O2 etabliert. Im Jahr 2010 hatte Telefónica die HanseNet Telekommunikation GmbH, auch bekannt unter der Marke Alice, übernommen. Rund 270.000 Mitarbeiter erwirtschafteten im gleichen Jahr einen Umsatz von über 60 Milliarden Euro. Der Konzern ist im Euro Stoxx und im BEX 35 gelistet und weist eine Marktkapitalisierung von 75.716,69 Millionen Euro auf.

Netzabdeckung von E-Plus/O2

Im Januar 2016 legte Telefónica Deutschland die GSM- und UMTS-Mobilfunknetze von O2 und E-Plus endgültig zusammen und erklärt nun, dass es deutschlandweit die größte Anzahl physischer Mobilfunkstandorte besäße. Zumindest was das UMTS-Netz betrifft, dürften Kunden von O2 und E-Plus tatsächlich keinerlei Grund für Beschwerden haben.

Um bei der 4G-Netzabdeckung zur Konkurrenz aufzuschließen, wird das LTE-Netz ebenfalls schrittweise zusammengelegt. Ab Mitte 2016 haben die Kunden deshalb auch schnelleren und weiträumigeren Zugang zum LTE-Netz. Lohnt sich also der Wechsel zu O2/E-Plus?

Karte über 2G-Netzabdeckung der Telefónica Deutschland

Bild: Mobilfunknetz der Telefónica Deutschland mit Verfügbarkeit von 2G. Bildquelle: handybus.de

O2 kann deutschlandweit eine Abdeckung mit 2G gewährleisten.

  • Die Datentransferraten sind auf 220 Kbit/s beschränkt sind, was jedoch zum Surfen, Telefonieren und SMS-Schreiben genügt.

Karte über 3G-Netzabdeckung der Telefónica Deutschland

Bild: Mobilfunknetz der Telefónica Deutschland mit Verfügbarkeit von 3G – Vergleich von O2 und E-Plus. Bildquelle: handybus.de

  • Telefónica Deutschland kann landesweit maximale Datentransferraten von 42 Mbit/s garantieren. Durchschnittlich liegt die mobile Surfgeschwindigkeit über UMTS und den HSPA-Ausbaustufen allerdings nur zwischen 4 und 7 Mbit/s.

Karte über LTE-Verfügbarkeit bei E-Plus

Bild: Mobilfunknetz von E-Plus mit Verfügbarkeit von LTE und 3G. Bildquelle: handybus.de

  • Das LTE-Netz von E-Plus besitzt derzeit die schwächste Ausbaustufe in Deutschland.
  • Die Karte zeigt die Abdeckung von 3G und 4G in Deutschland.

Karte über LTE-Verfügbarkeit bei O2

Bild: Mobilfunknetz von O2 mit Verfügbarkeit von LTE und 3G. Bildquelle: handybus.de

  • O2 besitzt das bessere LTE-Netz im Vergleich zu E-Plus
  • Auch auf der O2-Karte wird die LTE- und 3G-Abdeckung zusammen angezeigt

Zusammenfassung:

Es empfiehlt sich ein individueller Netztest für den persönlichen Standort, um sicherzustellen, ob LTE tatsächlich am eigenen Wohnort und in der Peripherie angeboten wird. Dies ist auf der O2-Seite nachzuprüfen.

Derzeitige Frequenzspektren von O2 und E-Plus

Mittlerweile können O2 und E-Plus gemeinsam ein relativ breites Frequenzspektrum bereitstellen, das gerade in Bezug auf die Verfügbarkeit von LTE von Bedeutung ist. O2 konzentriert sich hinsichtlich der LTE-Versorgung für Stadt und Land auf 800-MHz-Basistationen.

Dies ergibt auch Sinn, denn mit Basisstationen in diesem Frequenzbereich lässt sich ein dünn besiedeltes Gebiet von circa 10 Kilometern mit LTE versorgen. Der Nachteil: Es lassen sich maximale Geschwindigkeiten von nur 50 Mbit/s erzielen.

Ballungszentren mit guter 4G-Abdeckung

In den deutschen Großstädten, allem voran in München, Köln und Halle setzt O2 mittlerweile auf 2.600-MHz-Frequenzbereiche. Dies liegt vor allen Dingen an der Kapazitätserweiterung, denn an hochfrequentierten Ortschaften wie Bahnhöfen und Flughäfen, wo mehr Nutzer sich in eine Funkzelle einwählen, bleibt für den Einzelnen mehr Bandbreite übrig.

Insgesamt kann hierdurch aber nur ein Umkreis von zwei Kilometern mit LTE versorgt werden und O2 limitiert die Geschwindigkeit auch in diesem Frequenzbereich derzeit auf 50 Mbit/s, obgleich Übertragungsraten von bis zu 100 Mbit/s möglich wären.

Vorteil bei O2 und E-Plus

Kunden der Telefónica Deutschland haben die Möglichkeit, zwischen den UMTS-Netzen von O2 und E-Plus zu wechseln. Sofern einmal nur der Zugriff auf das GSM-Netz des eigenen Anbieters möglich ist, wechselt das Mobiltelefon automatisch in das schnellere UMTS-Netz des Partneranbieters. Aufgrund des besseren UMTS-Netzes von E-Plus profitieren hiervon vor allen Dingen O2-Kunden. Nach der Zusammenlegung des LTE-Netzes dürften hingegen E-Plus-Kunden Nutznießer sein.

Telefónica Deutschland möchte auf diese Weise eine kostspielige Doppelversorgung ihrer Kunden vermeiden. Infolgedessen werden 7.700 Mobilfunk-Standorte der Telefónica Deutschland an die Deutsche Telekom verkauft. Das eingenommene Geld wird in den Ausbau der LTE-Infrastruktur investiert, wodurch der Kunde von einer besseren 4G-Netzabdeckung profitiert.

Vorteile auf einen Blick:

  • Bestes UMTS-Netz in Deutschland
  • Auch wenn die Telefónica Deutschland in Sachen LTE-Ausbau im Vergleich zu Telekom und Vodafone noch deutlich hinterherhinkt, konnte sich der Anbieter im Netztest der Computer BILD von 2015 den Titel „Bestes UMTS-Netz in Deutschland“ sichern.
  • Nationales Roaming
  • Durch die Zusammenlegung der UMTS-Netze und dem „National Roaming“ hat sich das UMTS-Netz von O2 und E-Plus zum größten Mobilfunknetz in ganz Deutschland entwickelt. Seit dem 14. März 2016 wird grundsätzlich nicht mehr zwischen dem O2- und E-Plus-Netz unterschieden.
  • 90-prozentige LTE-Abdeckung bis Ende 2016
  • Bereits im ersten Jahr der LTE-Zusammenführung sollen 60 Prozent aller Kunden erreicht werden. Begonnen wird wie üblich in den deutschen Ballungszentren, ländliche Regionen werden erst später Zugang zum gemeinsamen LTE-Netz finden. Insgesamt soll die komplette Netzintegration fünf Jahre andauern. Bereits Ende 2016 will die Telefónica Deutschland eine 90-prozentige LTE-Netzabdeckung für ganz Deutschland erreichen.

Fazit

Derzeit schafft es die Telefónica Deutschland noch nicht, mit der Deutschen Telekom sowie Vodafone in Sachen Netzqualität mitzuhalten wie unser Netztest (interne Verlinkung) belegt. Lediglich im UMTS-Netz ist der Netzbetreiber aufgrund der Zusammenlegung des O2- und E-Plus-Netzes am besten aufgestellt.

Wer sich mit geringeren Surfgeschwindigkeiten zufriedengeben kann, der kann bei der Telefónica Deutschland über das nationale Roaming gewiss auf die stärkste UMTS-Infrastruktur in Deutschland zugreifen.

Doch die Zukunft liegt bei LTE. Mit der geplanten Zusammenlegung des LTE-Netzes und dem weiteren Netzausbau, für den Investitionen in Milliardenhöhe geplant sind, dürfte es Telefónica Deutschland schon bald gelingen, den Anschluss an die derzeitigen Marktführer zu finden.

Aktuell profitieren bei O2 und E-Plus vor allem diejenigen, die in den deutschen Großstädten beheimatet sind, da hier die LTE-Abdeckung derzeit am ehesten gewährleistet werden kann, auch wenn die Geschwindigkeit auf 50 Mbit/s begrenzt ist. In ländlichen Regionen fällt die LTE-Netzabdeckung eher bescheiden aus.

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